Ginsengbauer

                                                 Kraft für Leben

 

Ein dankbarer Blick zurück! 

 

Aufgewachsen auf einem kleinen Waldviertel Bauernhof interessierte ich mich von klein auf für die Natur, bewirtschaftete meinen Garten und sammelte Pflanzen für Tees oder Beeren für Marmeladen. 

Meine Mutter war eine einfache und sehr arbeitsame Bäuerin. Gesundheitlich vertraute sie auf ihre Hausmittel sowie den Früchten und Kräutern ihres Gartens und aus der Umgebung. Jedoch scheute sie den Gang zum Arzt. Im Laufe der Zeit zeigten sich aber „erste Wehwehchen“.  

Bei einem längeren Aufenthalt in New York schloss ich 1994 Freundschaft mit einer Gruppe Koreanern und hörte zum ersten Mal vom Echten Ginseng (oder „Insam“ wie er in Korea heißt). Sie erzählten mir von der Wirkung und welchen Stellenwert diese Pflanze seit Jahrtausenden in ihrer Heimat hat. 

Diese Pflanze schien mir eine perfekte Ergänzung für die „Hausapotheke“ meiner Mutter zu sein. Es sollte kein großes Projekt werden, sondern den Hausgebrauch abdecken.  

Aus Korea bekam ich gute Ratschläge und erste Samen. Mein Vater, ein naturverbundener Kleinbauer war am Anfang wenig begeistert (was der Bauer nicht kennt …) aber das sollte sich gänzlich ändern. Er wurde bald zur wesentlichen Stütze und übernahm einen Großteil der laufenden Pflege. 

Nach mehreren Anläufen keimten die ersten Pflanzen. Es gab immer wieder Rückschläge, aber die Leidenschaft hatte uns gepackt. Wir versuchten aus den Fehlern zu lernen, entwickelten neue Ideen und versuchten Wissen aus anderen Ländern einfließen zu lassen (da wir auf keine Erfahrungen in Österreich zurückgreifen konnten).   

Vor ca. 10 Jahren bekam meine Mutter massive gesundheitliche Probleme mit Ihrem Herzen. Von mehreren Ärzten wurde ihr wiederholt dauerhafte Bettlägerigkeit und Pflegebedürftigkeit attestiert. Zur allgemeinen Überraschung schaffte sie es immer wieder nach kurzer Zeit aufzustehen und sich bis auf kleine Unterstützungen ein weitgehend selbstständiges und unabhängiges Leben zu bewahren. In Abstimmung mit den behandelnden Ärzten nahm sie in dieser Zeit unseren Ginseng. Wir waren uns einig, dass er einen wesentlichen Beitrag zu ihrer Lebensqualität geleistet hat. 

Unmittelbar nach dem Tod meiner Mutter bekam mein Vater eine schwere Leukämie. Obwohl die Ärzte seine Zeit als abgelaufen ansahen bzw. seine Lebensmotivation schwinden sahen, versuchten sie eine Chemotherapie. Zwischen den Therapien nahm er in Abstimmung mit den Ärzten unseren Ginseng, mit der Intention, die Nebenwirkungen der Behandlungen so gering wie möglich zu halten. Die Nachbarn staunten nicht schlecht, als wir ein halbes Jahr später mit einer umfangreichen Hausrenovierung starteten und mein Vater Ziegel mit der Schiebetruhe transportierte, Mörtel mischte und auch sonst so tatkräftig „wie ein Junger“ (75-jährig) mitwirkte.  

Nach dem Tod meines Vaters kam ein weiterer Schicksalsschlag auf mich zu und ich war sehr dankbar über die Kraft dieser Wurzel, die mir so hilfreich zur Seite stand. 

Ich hatte mich vor vielen Jahren für einen anderen Hauptberuf als Landwirt entschieden. Es ist daher zeitlich nicht mehr möglich zu vergrößern - ganz im Gegenteil, die Bestände werden reduziert. Es sollen demnächst nur mehr ein paar Hundert Pflanzen sein. Das ist eine Menge, die ich nebenbei, sozusagen als „Hobby“ betreuen kann.  

Seit Längerem hege ich den Gedanken, die Wurzeln in hochwertige Produkte aus der Region einfließen zu lassen. Aufgrund der unmittelbaren Nähe zur ältesten Braustadt Österreichs entstand die Idee für ein Ginseng-Bier.   

Die vielen positiven Rückmeldungen und der große Erfolg freuen mich sehr!